Die Stadtteilfeuerwehr Beiershausen

Mitglieder der Stadtteilfeuerwehr Beiershausen

56 Mitglieder zählt die Freiwillige Feuerwehr Beiershausen. 19 Kameraden, darunter zwei Frauen, sind aktiv tätig und fahren durchschnittlich drei Einsätze pro Jahr. Seit 1928 besteht die Wehr. Unter Brandmeister Wilhelm Göbel gründeten die 33 Mitglieder der ehemaligen Pflichtfeuerwehr die Freiwillige Feuerwehr Beiershausen.

In den Zeiten des 2.Weltkrieges ersetzten die Frauen und Mädchen des Ortes die Herren in vorbildlicher Weise. Damals waren einschließlich des Gruppenführers neun Frauen nötig, um die vierrädrige Handdruckspritze einsetzen zu können. Das Löschwasser musste aus Eimern in den Apparat gekippt werden. Von 1948 bis 1973 leiteten Wehrführer Friedrich Neuber und sein Stellvertreter Adam Fink die Geschicke der Feuerwehr. Die folgenden Jahre sollten eine abwechslungsreiche Zeit für die Feuerwehrkameraden werden. Es fanden wieder regelmäßig Übungen statt und die Feuerwehrleute mussten zu zahlreichen Einsätzen ausrücken.

Besonders hervorzuheben sind in dieser Zeit ein Brandeinsatz auf dem Johannesberg, der Großbrand der Scheune des Landswirts J.J.Schenk 1964 in Kerspenhausen, im Jahr 1966 zwei Hochwassereinsätze oder 1967 der Brand des Sägewerks Schäfer in Asbach. Auch für die Feuerwehr ungewöhnliche Einsätze, wie z.B. das große Fischsterben 1973 in der Fulda zählten zu den Tätigkeiten. Auch im eigenen Dorf war der ein oder andere kleinere Brand zu löschen. Sämtliche Feuerwehrgeräte lagerten in einem baufälligen Schuppen.

1956 wurde das Gerätehaus in der Aulabergstraße fertiggestellt. Neben regelmäßigen Übungen im Dorf wurde auch jährlich eine gemeinschaftliche Übung des Bezirks Asbach durchgeführt. Diese Übung ist mittlerweile zur Tradition geworden. 1960 wurde eine neue Tragkraftspritze, TS8 mit VW-Motor, angeschafft. Diese erleichterte die Arbeit erheblich und leistete bei Brand- und Hochwassereinsätzen treue Dienste. Durch die Gebietsreform wurde Beiershausen zu einem Stadtteil von Bad Hersfeld. Dies hatte natürlich auch Folgen für die örtliche Feuerwehr. Am 4. März 1972 fand die erste Jahreshauptversammlung des Löschzuges Beiershausen als Teil der Freiwilligen Feuerwehr Bad Hersfeld statt. 1973 wurde das Dachgeschoss des Gerätehauses in Eigenleistung zu einem großen Gemeinschaftsraum umgebaut, der auch gut für Schulungen genutzt werden kann. Ihr erstes motorisiertes Feuerwehrfahrzeug, eine Tragkraftspritze auf einem Ford Transit, bekamen die Beiershäuser 1981.

Dies ermöglichte der Wehr bei Einsätzen schneller vor Ort zu sein. Da ein motorisiertes Fahrzeug natürlich auch fachmännisch gepflegt und gewartet werden muss, wurde ein geeigneter Gerätewart gesucht. Die Wahl fiel auf Wilfried Galatiltis, der seit dem 14. Februar 1981 bis heute diese verantwortungsvolle Aufgabe übernommen hat. Die Mitglieder der Feuerwehr engagierten sich 1983 und 1984 im Rahmen des für Beiershausen so erfolgreichen Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“. Auch den Bau des Bürgerhauses unterstützten die Kameraden tatkräftig durch den Ausbau der Kegelbahn, der Kegelstube und des Brunnens im Eingangsbereich. Erst 1984 wurde die Freiwillige Feuerwehr mit Funkgeräten ausgestattet. Durch die Indienststellung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs, Typ VW LT, 1990, war ein Umbau der Fahrzeughalle notwendig. Im Rahmen dieser Baumaßnahmen wurde auch der Tagungs- und Schulungsraum in Eigenleistung renoviert. Durch das neue Fahrzeug, das auch über vier Atemschutzgeräte verfügt, wurden die Einsatzbereiche der Freiwilligen Feuerwehr Beiershausen erweitert. So ist die Einsatzhäufigkeit enorm gestiegen. Von den 45 Einsätzen, zu denen die Beiershäuser Wehr seit 1928 gerufen wurde, haben allein 20 in den letzten zehn Jahren stattgefunden.

Weitere Informationen über die Feuerwehr Beiershausen finden Sie unter http://beiershausen.feuerwehr-bad-hersfeld.de

 
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