Steigerung um 43 Prozent

12.02.2012 12:22
Kategorie: News

Der vergangene Freitag war typisch für die Einsatzhäufigkeit diesen neuen Jahres: Ein Gartenhüttenbrand, ein Scheunenbrand, ein Wohnhausbrand und zwei technische Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen. Damit ist der Jahresbeginn für die Feuerwehr Bad Hersfeld außergewöhnlich arbeitsreich und anstrengend. Bis zum heutigen Tag wurden die Kameradinnen und Kameraden bereits zu 53 Einsätzen in 43 Tagen gerufen. Das entspricht einem statistischen Rhythmus von nur 19 Stunden, in dem die Kameradinnen und Kameraden ihre berufliche oder familiäre Umgebung verlassen müssen, um anderen Menschen in Not zu helfen.
Neben den häufigen Brandmeldeanlagen (18 Alarmierungen) stand insbesondere die technische Hilfeleistung nach Verkehrsunfällen im Mittelpunkt der Tätigkeit (10 Einsätze). Dabei wurden mehrere Menschen gerettet und ausgelaufene Betriebsstoffe gebunden. Die Tauchergruppe und der GABC-Zug waren ebenfalls mit mehreren Einsatzlagen beschäftigt. So konnte die Tauchergruppe im ersten Einsatz des Jahres eine Person nur noch tot aus einem Teich in Bad Hersfeld bergen. Die Messgruppe des GABC-Zuges überprüfte die Gefährdung der Bevölkerung nach einem Buttersäureanschlag in Bad Hersfeld. Glücklicherweise konnte dort nur eine Geruchsbelästigung festgestellt werden.
Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres hatte die Feuerwehr Bad Hersfeld nur 37 Einsätze zu verzeichnen, was einen Anstieg um 43 Prozent für das Jahr 2012 bedeutet. Diese Steigerung der Einsatzzahl bedeutet natürlich eine besondere Herausforderung für eine Freiwillige Feuerwehr, wie es die gesamte Bad Hersfelder Feuerwehr ist. Zahlreiche Stunden verbrachten die Einsatzkräfte bereits damit, anderen Menschen zu helfen und Schaden von der Umwelt abzuwenden. Diese hohe Belastung kann nur dadurch kompensiert werden, dass alle Verantwortlichen in Politik und Feuerwehr die Rahmenbedingungen schaffen, die für die erfolgreiche Fortsetzung dieses Weges einer freiwilligen Feuerwehr nötig sind. Denn die Einführung einer hauptamtlichen Wachbereitschaft, also einer Berufsfeuerwehr auf der Hauptfeuerwache würde den städtischen Haushalt mit einer hohen sechsstelligen Summe im Jahr zusätzlich belasten, ohne dass sich etwas an den Unterhaltungskosten und Ersatzbeschaffungen ändern würde.
Gleichzeitig wird damit deutlich, wie wichtig die Gewinnung von Nachwuchs gerade für die Zukunft wird. Nur mit einem deutlichen Ausbau der Einsatzkräfte kann es langfristig gelingen, die hohen Einsatzzahlen zu bewältigen, wenn man die Feuerwehr in dieser Form erhalten möchte. Für die Kernstadt bedeutet das, eine Zahl von 150 Einsatzkräften in beiden Dienstgruppen zu erreichen.
Dazu wird die Kernstadt regelmäßige Informationsveranstaltungen für interessierte Bad Hersfelder Frauen und Männer anbieten, an denen über die Arbeit in der Kernstadtfeuerwehr berichtet wird. In einem lockeren Rahmen werden die Aufgabenfelder der Feuerwehr vorgestellt und ein offenes Gespräch mit der Feuerwehr wird möglich sein. Der Termin für eine erste Informationsveranstaltung ist der 23. März 2012.

 


 
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